Feuchtigkeit in den Rücklichtern beseitigen
Wer kennt das nicht?
Versteckt eingedrungene Feuchtigkeit an Teilen die eigentlich trocken sein sollten.
In der Beleuchtunganlage kann die Feuchtigkeit auch Schäden nach sich ziehen,
deren Behebung eine (aufgrund der eventuell schwierigen Ersatzteilbeschaffung
für Oldtimerfahrzeuge) mühevolle und zeitaufwendige Suche nach Teilen
beinhaltet. Ist das gesuchte Ersatzteil gefunden, ist auch der finanzielle Aufwand,
der mit solchen Folgeschäden einhergeht, meistens nicht unerheblich.
Wir zeigen am Beispiel des Rücklichts eines 356er Porsches wie man rechtzeitig
eingreift, und was man tun kann.
|
|
|
|
Rücklicht
ohne Kappe
|
Nach
dem Ausbau des Lampenträgers wird ein zusätzliches Loch gebohrt
|
Das Bild zeigt das Rücklicht im eingebauten Zustand (nicht in einem Porsche) ohne Kappe. Man sieht (trotz des unscharfen Bilds) im Bereich der rechten Aufnahme für die Glühlampe den Rost. Die Rücklichtkappe und der Rahmen wurden damals beim Aufbau des Fahrzeugs extra noch komplett mit Silikon eingedichtet. Trotzdem fand Nässe ihren Weg ins Innere der Lampe, .... und kam nicht mehr hinaus. Nun soll eine Belüftung eingebaut werden. Nach dem Ausbau des Rücklichts wird ein etwa 8 mm großes Loch in die Rückseite zwischen die Lampenaufnahmen gebohrt. (Das Holz dient zur Fixierung des Rücklichts in der Standbohrmaschine.)
|
|
|
|
Das
Röhrchen (in der Mitte) wird von außen auf das Loch geschweißt,
damit eventuell eindringendes Wasser nicht an der Schweißnaht innen
hängen bleibt
|
Nach
dem schleifen und eventuellem spachteln/schleifen wird die Rückseite
mit Aluminiumbornze lackiert
|
Auf das Loch wird nun
ein etwa 50 mm langes Röhrchen geschweißt ... (in unserm Fall aus
V2A) welches einen
Innendurchmesser von ca 8 mm hat. Auf der Innenseite (auf der man zuvor den
Rost weggeschliffen hat), und im Schweiß-Bereich kann man ebenfalls (wie
außen) Aluminium-bornze verwenden. Wenn sich der Rost schon zu sehr ausgebreitet
hatte, läßt man sich die Einheit nach dem schweißen und schleifen
am besten neu verchromen.
|
|
|
|
Rücklicht
nur angeschlossen ...noch nicht eingebaut
|
AC-Masse
oder Silikon sind unentbehrliche Helfer beim Abdichten
|
|
Leider
sind die meisten Bilder ziemlich unscharf geworden! Trotzdem erkennt man
hier deutlich, den (auf unser aufgeschweißtes Röhrchen) aufgesteckten
Schlauch. (Mitte) Ein zusätzlich installiertes (durch die neue Öffnung
geleitetes) Massekabel hilft nun auch noch bei der Masseversorgung der
Einheit.
|
Jetzt
wird das Rücklicht wieder eingebaut. Die Kappe und der Chromrahmen
werden wieder schön mit Silkon eingedichtet. Bitte ausreichende Aus"härtungs"zeiten
des Silikons einkalkulieren. (24 Stunden sollten genügen, um anschließend
das Fahrzeug wieder guten Gewissens in Betrieb nehmen zu können.)
|
Fertig