Bericht von Markus

Opel Rekord D, 1972, Lowrider

Buenos dias! Qué tal? Me Ilamo „El Mariachi“.

Na gut, mexikanisch ist ja nicht jedermanns Sache, also jetzt auf deutsch!
Guten Tag und wie geht’s?
Ich heiße „El Mariachi“. Tja und ich wollte mich und natürlich meinen Rekord auf dieser Webseite einfach mal vorstellen.

Der OPEL Rekord D, den ich hier fahre und rocken lasse, ist Baujahr 1972. Mein Auto hat mich schon viele Jahre lang begleitet und so ziemlich alles durchgemacht, was ein Auto so durchmachen kann, welches in der - naja, nennen wir es mal so - „Custom-Scene“ bewegt wird. Er war schon (natürlich) im Originalzustand (pfui!!) und hatte aber auch schon den Arsch hoch gelegt bekommen. Und so bin ich mit Keilfahrwerk einige Zeit durch die Gegend gefahren, den Motor und Getriebe und einige Zierteile wie Grill und Rücklichter (Na und dann nimmt man ja Achsen, Kardanwelle und Bremsanlage gleich mit) aus einem OPEL Commodore B, der Vergaser ist aus einem BMW und, natürlich, mächtig Bummmmms auf der (oder besser anstatt der) Rückbank.
Aber irgendwie ist das ja auf Dauer langweilig, man fährt immer nur geradeaus, oder mal um ´ne Kurve oder so. Aber es muß doch mehr geben!!
Nach einiger Zeit des Überlegens bin ich dann auf die Idee gekommen, das Keilfahrwerk durch ein ordentliches aus Hydraulikstempeln auszutauschen.


Ich habe mich dann erst mal bei den Lowriderfahrern in Hannover schlau gefragt und habe festgestellt, ups, Hydraulik ist ja mächtig teuer!! Ist also nix für meinen stark strapazierten Geldbeutel.
Da gibt’s bestimmt noch andere Möglichkeiten, als Material aus den USA zu verwenden.
Nun da kam mir die Idee, mal in der Industrie herumzufragen, ob man nicht
irgendwie an Hydraulikteile kommen kann, und siehe da: es geht.
Also alles an Material zusammengetragen und Gedanken gemacht, wie baue ich es ordentlich ein.
Nachdem mir dann immer wieder die Lowriders erzählt haben, daß das, was ich da mache sowieso nicht funktioniert und daß das alles sch...e ist, was ich da baue, habe ich mir gesagt: JETZT ERSTRECHT!!!
Und es hat etwas gedauert, aber ich habe es echt geschafft (wie man auf den Bilder sehen kann). Und der Rekord tanzt echt ein ordentliches Tänzchen, wenn ich ihn richtig gehen lasse.

Im Winter von 2000 auf 2001 hab ich dann noch ein paar Verbesserungsarbeiten gemacht. Dazu gehört, daß ich den Kofferraum aufgeräumt habe, also alles etwas ordentlicher eingebaut ist. Einen fetten Druckspeicher habe ich mir eingebaut. Den Druckspeicher benötige ich, um die Pumpen etwas zu entlasten. Die Pumpen bauen den Druck auf, und geben diesen in einen Speicher ab, aus dem dann die Stempel an den Achsen gespeist werden. Wäre dieser Speicher nicht da, müßten die Pumpen jedesmal, wenn eine Aufwärtsbewegung stattfindet sehr schnell und ziemlich hart arbeiten und dabei leider auch verschleißen! So kann ich im Extremfall mal eine halbe Stunde rocken, ohne anschließend gleich die ganze Anlage zu überholen (nur zur Anmerkung: ein Tänzchen dauert in der Regel nur ein bis zwei Minuten!)
Die Felgen sind auch „neu“ und saugeil, nämlich weil von einer Chevy Corvette entliehen. Außerdem habe ich mein Armaturenbrett mit rotem Plüsch überzogen. Ist doch geil kitschig, oder??

Nun, die kleinen Disco- und Spiegelkugeln sowie die Fransen an den Fenstern sind sowieso Pflicht in einem krassen Lowrider. Ich könnte Euch noch soviel über Lowrider allgemein und meinem Rekord schreiben, aber das wird dann echt zuviel auf einmal. Falls Ihr noch mehr über lowriding wissen wollt, schaut doch einfach mal auf `lowri.de` rein und klickt Euch dort etwas durch und schaut was Seppel Euch mitzuteilen hat.
Muchas Gracias für Dein Interesse und Adios Amigo!!

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