Bericht von Linda

1979 Ford Mustang Ghia V8

Kaum zu glauben, aber wahr!
Der allseits bekannte, hochansteckende V8-Virus (Ami-Virus) macht auch vor Frauen kein Halt!...

Der Ur-Anfang dieser (einen) "Macke" fing eigentlich schon in der (Grundschul-)Zeit an, wo man zum Beziffern meines Alters nur eine Zahl brauchte.

Woher meine Vorliebe für die Autos und die Musik letztendlich kamen, ist bis heute nicht genau geklärt.
Deshalb wurde der Ami-Virus zunächst auf Oldies hören, Rock`n Roll tanzen und Autos bestaunen begrenzt. Aber das ist ja ausbaufähig! :-)
...Also Jahre und Führerschein später...

 

Nachdem ich als Besucher schon auf einigen Ami Treffen gewesen war, wurde die Gänsehaut bei den schönen Klängen mehr, und der Wunsch nach dem eigenen Ami größer.
Zunächst wollte ich auf den Treffen nicht mehr nur reinlaufen, sondern reinfahren und zwar selber! Nur wie?...Und was?...

Als ich im Freundeskreis von meinem Vorhaben erzählte, hörte ich, dass es da ganz in der Nähe noch einen 79er, V8, 5.0L Mustang III gibt, der eine Restauration nötig hat.

Die Neugier war nicht zu bremsen und ich schaute ihn mir so schnell wie es ging an...

Da stand er! In seinem Erstlack, was wohl mal Silber-Metallic sein sollte, aber eher Bleistiftgrau war.
Zwischen Schutt und Sandbergen einer Firma in der Wedemark war er nahezu eingegraben worden, raus fahren oder schieben ging also garnicht.
Ja, er musste dann tatsächlich freigebaggert werden!


Halbherzig abgedeckt, Moos auf der Motorhaube und mit nassen Innenraum.
Was sagt man da?? -"Den nehm ich!"
Bekloppt? Ja!
Ärgerlich, dass ich keine Bilder vom "ersten Date" gemacht habe!
Als super Schnäppchen mitgenommen, hatte ich nun eine gute Woche Zeit um den Mustang fahrtüchtig zu kriegen.

 

 

 

Der Wagen wurde so gut es ging fahrbereit gemacht. Es kam fix eine Batterie unter die Haube und der Motor lief nach relativ wenigen Eingriffen auch wieder.

Für die Optik konnte man zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur das Moos von der Haube schruppen...und genau so ging es dann mit einer Tageszulassung im hübsch-bleistiftfarbenen Mustääääng ab zum ersten Treffen nach Hannover.

 

Nach diesem Treffen und 2 Jobs gleichzeitig später, konnte ich endlich beginnen die optischen und technischen Mängel zum Teil zu bearbeiten.

Leider musste ich mir da noch gut überlegen, wo und wie weit ich fahre, da ich zum Beispiel einspurige Baustellen meiden musste. Warum? Der Mustang war vom Motor her noch nicht Top und er ging dann auch einfach mal aus... Das war auch der Grund, warum ich noch nicht zu weiter entfernten Treffen fahren konnte.

Jedoch wagte ich fast 3 Jahre später die Tour zum Street Treffen nach Hamburg, wo ich eine Horde netter Leute aus Hannover kennenlernte, unter Anderen auch einen erstklassigen Ami-Schrauber, der dann auch den launischen Motor bändigte.

Jetzt ist der Mustang schwarz und läuft prima.
Die letzte Veränderung sind die neuen Räder, ein "bisschen mehr Musik" :-) im Auto und eine dezente Tieferlegung
Vorher sind wir öhömm...sagen wir mal "hochnäsig" durch die Gegend gefahren...

Der Mustang III ist zwar kein typischer Klassiker unter den Mustangs, jedoch macht er das durch einen verdammt guten Sound wieder wett.

Grüße Linda

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