Bericht von Harry

Opel Commodore B Coupé 5,7 V8

Hallo liebe Automobilistengemeinde,
um auch mal etwas zu dieser Seite beizutragen habe ich mir gedacht ich schreib mal ein paar Sätze über meinen alten Opel.
Eigentlich komme ich ja eher aus dem VW Lager (seit der Lehre vorbelastet) habe aber schon immer eine Schwäche für klassische Ami’s und alte Opels gehabt.
Im Alltagsbetrieb fahre ich eigentlich einen Alfa Romeo und bei schönem Wetter einen Golf 1 den ich seit 14 Jahren in meinem Besitz habe. In dieser Zeit hab ich ihn soweit technisch modifiziert das es Zeit war mal wieder nach einem neuen Projekt Ausschau zu halten.

Meine Freundin, die Automäßig auch nicht unbedingt uninteressiert ist, fährt seit 94 einen Chevy El Camino . Somit hatte ich Zeit genug mich mit der Amitechnik vertraut zu machen. Und ich hab festgestellt ............. ES GIBT SCHLECHTERES !!!!!

Also sollte es auf jeden fall etwas mit Chevytechnik sein !
Die ist im allgemeinen am gängigsten und ist auch mit am robustesten .

Ein Coupe sollte es sein. Aber nach Möglichkeit nicht ZU groß und ZU schwer, so das man auch mit einem leicht getunten V8 noch ordentliche Fahrleistungen hat ....!
Da kam mir die Idee die Technik in einen Opel zu bauen, den ich von der Form her schon als Kind toll fand ! Ein Commodore B Coupe !
Also ging’s los auf die Suche nach einem solchen ....!
Ein Freund von mir wurd im Herbst 02 im Internet fündig.
Zerlegte aber schon geschweißte Karosserie, alle Teile vorhanden und alles für 1000 Euro.
Allerdings ca. 300 Km von zuhause weg.
Beim ersten Besichtigungstermin fiel mit die Kinnlade runter. Die Äußeren Daten waren echt top ! EZ 1/78 , ein echtes GS/E Coupe, Hinterachse mit Scheibenbremsen, Automatik, schwarze Innenausstattung und erst 118000 Km gelaufen.
Da kann man eigentlich nicht viel Falschmachen ..... ?! Haste gedacht !!!

Was tun?? Zugreifen, Augen zu und durch(halten) .... oder lieber doch von vornherein die Finger davon lassen..!?

Die Karosserie war nicht sooo toll geschweißt. Die Sitze waren komplett durchgesessen. Alle Teppich und Stoffteile waren mehr oder weniger angeschimmelt. Motor und Getriebe haben sich seit 11 Jahren nicht mehr gedreht, UND was am allerschlimmsten war : Ca. 30 Prozent der Teile fehlten !!!!!!
Angefangen mit Auspuffteilen über die kompletten Türinnereeien, Teile der Einspritzanlage, Mittelkonsole, Zierleisten usw . ......!

Meine Begeisterung hielt sich wirklich in Grenzen ...Aber der Verkäufer war begeistert von meinen V8 Plänen und nachdem auch er eingesehen hat was alles an Teilen fehlt haben wir uns auf einen für mich humanen Betrag geeinigt.

Richtig gedacht: Harry holte sich das gute Stück nachhause. Als er damit ankam, war Melli Anfangs allerdings wohl eher etwas skeptisch.

 

Eine Woche später haben wir das gute Stück dann nach Hannover geholt und angefangen es zu komplettieren. Parallel dazu ging ich auf die Jagd nach den fehlenden Teilen. Manche Sachen (z.B. Tank, Teile der Türen usw.) kamen sogar aus Bayern.
Jetzt ging es an’s Zusammenbauen und an das Vorbereiten zu Lackieren.
Tja, die Farbfrage war hier keine einfache .
EIN schwarzes Auto hab ich schon.
Gelb oder Orange waren mir zu auffällig , und Metallictöne zu modern.
Also fiel meine Wahl auf „RAL Blaugrau“ . Zeitgenössisch, klassisch, cool und trotzdem unauffällig ..! (Finde ich zumindest)
 
Sitzüberholung in Eigenregie

 

Der Opel VOR dem Lackieren ....
.. und hier NACH dem Lackieren

Der Opel nahm langsam Formen an und ich ging schon mal auf die Suche nach V8 Teilen.
Als erstes hab ich ein Chevygetriebe (TH 350) gekauft, dann diverse Kleinteile und im Sommer 03 hab ich endlich auch einen Motor gefunden.
Ein 5,7L Chevy Smallblock aus einem 94er Van.
Der kam dann erst mal in meinen Keller und wurde komplett zerlegt, von Ölkohle gereinigt, neu gelagert, neu lackiert und noch mit ein paar Neuteilen ausgestattet.
So kam eine 290er Crane Fireball2 Nockenwelle mit passenden Liftern rein und auch eine Holleyspinne wurde montiert. Der passende Vergaser kam von ebay-USA. Ein 750er Holley !

Fertig und zum Einbau bereit stehend: Der überarbeitete, und zurechtgemachte 5,7 Liter Chevy-Motor. Statt der normalerweise bei diesem Motor üblichen Einspritzanlage, verbaute Harry konventionelle Vergasertechnik aus dem Hause Holley.

 

Das schwierigste war dann den kompletten Motor wieder die Kellertreppe hochzukriegen. Danke noch mal an die muskulösen Helfer !!!!

Commobericht Teil 2

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