Schwarz und Groß, so könnte man in Kürze den Chevy Blazer K5 von Cord bezeichnen. Er hat das höhergelegte Fahrzeug nun schon seit fast 2 Jahren. Ob das Auto wirklich so geländegängig ist, wie es aussieht, und wie hoch die Unterhaltskosten für dieses brachial anmutende Ungetüm sind, lest ihr in Cords Bericht.
Bericht von Cord
Chevrolet Blazer K5
Auf der Street-Bühne in Hamburg 2008
Als ich 16 war, war ich Rahmen eines Schüleraustausches in den USA in Pittsburgh.
Schon damals war ich fasziniert von den großen amerikanischen Autos. In
der Gastfamilie, in der ich war, fuhr man einen 93er GMC Pickup. Das Fahrzeug
beindruckte mich nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch
seinen blubbernden V8 und sein angenehmes Fahrgefühl. Da stand für
mich fest: Sowas will ich auch mal fahren.
Zurück in Deutschland, ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Als ich dann mit 18 meinen Führerschein gemacht hatte, kaufte ich mir dann tatsächlich ein amerikanisches Auto. Es war ein Jeep Cherokee Baujahr 1988. Da ich zu der Zeit noch Schüler war, und ich alles nur mit einem Nebenjob finanzieren konnte, war es "nur" ein Reihen-6-Zylinder. Das Auto konnte ich aber dann trotzdem nur ca 1 Jahr fahren, weil es doch zu teuer wurde. Nach einem Europäer und einem Japaner, konnte ich mir vor 1,5 Jahren endlich den langgehegten Traum vom Chevy V8 erfüllen. Über einen Kollegen habe ich erfahren, dass ein 88er Chevy Blazer in Celle zu verkaufen ist. Der Wagen war schon leicht modifiziert und hat eine Teilrestauration bekommen.
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Das war er! Sofort wurde ich mir mit dem Verkäufer handelseinig. Er mußte lediglich noch den Umbau für die LKW-Zulassung bewerkstelligen, wodurch für mich eine lange Zeit des Entgegenfieberns begann. Nach 2 Wochen konnte ich meinen Truck endlich abholen. |
Die Rückfahrt
aus Celle war schon ein Abenteuer. Es ist doch was anderes einen höhergelegten
Ami über Spurrillen zu bugsieren, als einen tiefergelegten Lupo, oder meinen
beruflich gefahrenen 7 Tonnen LKW.
Nach ein paar Tagen hab´ ich mich aber auch daran gewöhnt. Von da
an gab es nur noch Fahrspaß. Der Wagen zaubert mir jeden Morgen beim Anlassen
ein Lächeln aufs Gesicht, und hat mich als Daily-Driver bisher nicht einen
Tag im Stich gelassen. Nach 4 Monaten hab ich den Wagen auf Autogas umbauen
lassen, und bin jetzt auch relativ günstig unterwegs, was das Grinsen nicht
schmaler macht. Das Vertrauen in die amerikanische Ingeneurskunst wurde noch
durch folgenden Vorfall bestärkt: Eines Tages hat ein vor mir parkender
Audi 100 - Fahrer beim ausparken mein Auto (2,20 Meter hoch, 2,10 Meter breit)
übersehen. Der Audi hatte bis zur B-Säule nur noch Schrottwert. Besorgt
habe ich mein Schätzchen nach Schäden abgesucht. Nach langem Suchem
fand ich nur einen kleinen Kratzer in der Stoßstange. Das nenn´
ich doch mal stabil gebaut!
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Ab
und zu wird der Wagen auch artgerecht bewegt: Dann spielt Cord mit ihm
im Gelände
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Bisher waren nur Verschleißteile auszutauschen, wobei ich faszinierend finde wie günstig die Chevy Ersatzteile zu erwerben sind. Sie kosten nur einen Bruchteil der von europäischen Herstellern aufgerufenen Preise.
Die Entscheidung tatsächlich einen großen Ami gekauft zu haben, habe ich bis heute nicht bereut. In diesem Sinne hoffe ich auf viele weitere Jahre pannen - und unfallfreien Cruisens.
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Technische Daten
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Motor:
350 cui TBI
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Venturi
Gasanlage
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Getriebe:
TH 700, NP 208
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Länge:
5,01 Meter
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vorn
und hinten Starrachse an Blattfedern
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Breite:
2,10 Meter
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3
Zoll Fahrwerk von Rancho
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Höhe:
2,20 Meter
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Reifen:
35 x 14,5 R15
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Felgen:
Alcoa 12 x 15 Zoll
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zuschaltbarer
Allradantrieb mit Geländeuntersetzung
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