Bericht von Jerry

Power Big Meet 2001

Nach dem von den 14 Leuten mit 7 Autos (am Anfang des Jahres) nur noch drei Leute mit, zwei Autos übrig geblieben sind, entschlossen wir uns kurzerhand das zweite Auto auch noch zu Hause zu lassen und dafür einen geeigneten Anhänger mit zu nehmen.
Also haben wir am Dienstag den 03.07.2001 den Hänger und das Auto beladen und sind dann gegen 13:30h losgezogen.

Nach einer reichlich langen Fahrt, mit den notwendigen Stops für Fähre, Tanken und Toilette kamen wir dann endlich am Mittwoch um 07:00 in Västerås auf „unserer“ Statoil - Tankstelle an, um erst mal einen Frühstückskaffee zu trinken. Das hat mittlerweile Tradition, den es war jetzt das dritte mal.Der Johannesberg Campingplatz auf dem wir jedes Jahr nächtigen öffnet seine Schranke nämlich erst ab 08:00h und die Zeit bis dahin muß ja irgend wie überbrückt werden.

Nach dem Kaffee dann rüber zum Campingplatz und einchecken. Dann wurden erst mal die Zelte und Pavillon ect. Aufgebaut und ausgepackt. Aufgrund des übertrieben heißen Wetters und der noch extrem kürzeren Nacht (nämlich ganze 0 min. Schlaf) ging mir dann auch schnell die Puste aus und ich habe mich dann im Schatten unseres Anhängers erst mal etwas ausgeschlafen.

Um 18:00h habe ich dann erst mal den ersten Rundgang mit dem Fotoapparat gemacht. Wie wir bei der Einfahrt schon gesehen haben, waren wir nicht die ersten Fanatiker. Es waren schon jede Menge deutsche, finnische und natürlich schwedische Autofreaks da!!!
Sehr interessant fand ich eine Truppe finnischer Raggårn ( also Leute die zu lauter Rockmusik, Mülleimer fahren und seeeehr vieeeel Alk genießen) die ihren eigentlich noch recht ordentlichen mitsechziger Ford mit einem Flammendekor aus der Sprühdose verzierten. Hm, auf einem geilen Meeting benötigt man wohl auch saugeiles Auto.

Schade eigentlich, daß man das, was man schon auf dem Campingplatz eine halbe Woche vor dem eigentlichen Treffen sieht, nicht auf einem Treffen in Deutschland sehen kann. Ich glaube jeder Veranstalter wäre froh, solche Fahrzeuge auf seinem Treffen zu haben. Es ist alles da: Hot Rods, Streetmachines, Klassiker, Customs, Geländewagen, Youngtimer...
Und auch in allerhergotts Zuständen. Ich glaube der finnische 59 Chevy und der ebenfalls finnische 58 Ford dort, waren ein Beispiel dafür, was in Skandinavien möglich ist. Der Zustand dieser Autos war so schlecht, das jeder deutsche Schrotti Dich vom Platz gejagt hätte, wenn Du mit dem Müll dort aufgetaucht wärst. Aber in Finnland werden die Lampen in Ordnung gebracht, Kennzeichen dranngeschraubt und schon geht’s los! Es fehlten teilw. die Scheiben oder Bleche. Also eigentlich unbeschreiblich. Ich hoffe auf den Bildern kann man in etwa erkennen was ich meine!
Natürlich gibt es auch das genaue Gegenteil. Autos die wie neu sind, aber schon min. 40 Jahre alt sind.
Es alles so unglaublich. Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt man es nicht.

Am Donnerstag füllte sich der Campingplatz zusehends. Im wahrsten Sinne des Wortes: Harald und Jens setzen sich an die Einfahrt des Campingplatzes und schauten sich das Spektakel der anreisenden Cars aus aller Welt an. Schweizer, Norweger, deutsche, Niederländer... Bald sollte sich mehr als der halbe westliche Kontinent auf dem Johannesberg getroffen haben. Und Autos... unglaublich!

Am Freitag ging es dann morgens um 10:00h zum Treffengelände. An der Einfahrt sagten uns die Wächter, daß erst um 12:00h geöffnet wird. Uns war es egal, wir sind jetzt da und warten. Aha, wir sind also die ersten in der Schlange.
Ein Kamerateam von Chanel 4 (die drehen auch das offizielle Video zum Meeting) interviewte uns dann, warum wir denn schon so früh da sind und ob wir unbedingt die ersten auf dem Treffen sein wollten.
Nö, alles Zufall, lange warten muß man eh, wenn man auf das Gelände will, da kann man ja wenigstens mal recht weit vorne stehen, aber der erste? Nee, unser Ziel wars nicht.
Mittlerweile hatte sich die Schlange hinter uns auf rund einen Kilometer angestaut und auf der Ausfallstraße brach der Verkehr allmählich zusammen, weil die Autos alle auf den Flugplatz wollten, auf dem das Treffen stattfindet.
Also entschlossen sich die Veranstalter die Tore schon vorzeitig zu öffnen. Rauf aufs Gelände und JUUUUUUUCHHHHHHUUUUUUU, der erste Teilnehmer dieses Jahr auf dem Power Big Meet 2001!!
Von kaufen kann ich mir davon nix, aber ich finds dennoch geil!!

Das Auto wurde abgestellt, wo die Einweiser uns hin dirigierten. Gleich erst mal losflitzen und die wichtigsten Souvenirs einkaufen, bevor sie Vergriffen sind. Dazu gehören das schöne T-Shirt und der „Power Cooler“, einen Thermobecher mit Aufdruck vom Treffen.
Als die Sachen gekauft waren, wurde sich erst mal der Teilemeile ( vielleicht sind es auch 2 Meilen, so lang wie die ist) gewidmet. Nicht das ich für meinen OPEL 1200 dringend Teile benötige, aber die würde ich dort eh nicht bekommen. Für Fred sollte ich aber u. a. mal nach einer Stoßstange für seinen `59 Buick Ausschau halten. Außerdem waren noch einige andere Teilebestellungen bei mir eingegangen. Bis zum späten Nachmittag wurden Teile begutachtet, Händler nach raren Teilen ausgefragt und weitere Souvenirs gekauft.

Auf dem Weg zum Auto, Querfeld ein gehend wurden dann schon mal die ersten „Ausstellungstücke“ bewundert und fotografiert. Ich kann nicht sagen, wieviel Autos bereits auf dem Platz waren, auf jeden Fall sehr viele. Dazu kommt die starke Sonne, ich glaube ich schrieb es schon mal: unglaublich!

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