Bericht von Franky
Es war einmal ein Traum
Es war einmal der Wunsch mit dem Impala nach Spanien zu
fahren. Auf diese schräge Idee bin ich schon im Letzten Jahr gekommen.
Aber der Versuch im letzten Jahr los zufahren ist durch eine abgerissene Motoraufhängung
jäh unterbrochen worden, bevor ich überhaut los bin. Damit war der
Urlaub also im Eimer. Aber von solchen Kleinigkeiten lasse ich mich ja nicht
abschrecken. Deswegen habe ich in diesem April einen neuen Versuch unternommen.
Ich bin an einem Freitag, gleich nach der Arbeit, auf die Autobahn Richtung
Süden. Das Wetter war zwar nicht Perfekt aber trocken, zumindest bis Kassel.
Dann hat es leicht angefangen zu regnen. Ich war guter Dinge, daß es bald
wieder aufhört, aber bei meinem Glück sind daraus mal eben 800 Km
(knapp 12 std.) im Regen geworden. Ich kann nur sagen eine solche lange Strecke
mit einem 68er Impala im Regen sind nicht gerade ein Kinderspiel. Bin erst mal
in der Nähe von Dijon auf einen Rastplatz um eine Kleinigkeit zu Essen
und ein Paar Stunden zu Pennen.
Als ich wieder wach wurde, war der Regen endlich vorbei. Nun ging es im Sonnenaufgang
weiter Richtung Süden. Leider bin ich Bei Lyon falsch abgebogen und nahm
einen kleinen Umweg von 300 Km, mitten durch das Französische Mittelgebirge.
Ist ärgerlich wenn man es eilig hat, aber die Gegend ist absolut herrlich.
Die Straße geht immer rauf und runter, dagegen sind die Kasselerberge
echt langweilig. Es geht fast 150 Km mal mit 5-8% Steigung/Gefälle durch
eine echt geile Landschaft. Da mein Impala durch die blöde Fahrt im Regen
etwas schmutzig geworden ist, bin ich bei der nächsten größeren
Stadt runter von der Bahn, und habe erst mal eine SB-Waschanlage gesucht und
gefunden. Also, erst mal Auto waschen und dann wieder auf die Bahn. So gegen
15 Uhr habe ich endlich die Grenze nach Spanien erreicht. Der Grenzübergang
ist ja in Europa nicht das Thema wenn man mit Plastikauto rübermacht. Aber
mit Ami, war ja klar, das man erst mal rausgeholt wird. Und warum? Die wollten
sich nur mal das Auto näher anschauen. Nach dieser kleinen Pause ging es
dann weiter nach Llorett de Mar.
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Ist ja nicht mehr soweit nur noch 120 KM. Die Ankunft in Llorett de Mar hat mich etwas überrascht, war ich doch das letzte mal 1992 dort. Es hat sich eine Menge verändert, was erstmal eine kleine Verwirrung zur Folge hatte. Hat aber nach ein paar Runden durch die Stadt nachgelassen. Nun ging die Suche nach einem Hotel mit Parkplatz los. Ich Trottel fahre an dem Wochenende nach Spanien bzw. Costa Brava, wenn in Barcelona Formel 1 Rennen ist. Das machte die Suche nach einem Zimmer zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aber man soll ja die Hoffung nie aufgeben. Das Zimmer war nun auch gefunden, das Hotel kann ich nur empfehlen. Es war das Hotel Olympic Park, ist sauber und sogar für Llorett ziemlich ruhig, es gibt auch ausreichend Parkmöglichkeit für richtige Autos. Nun also erst mal Auto parken und Koffer auspacken.
Dann die lang ersehnte Dusche, denn so nach über 24 stunden lässt das Deo nun doch nach. Nach der herrlich erfrischenden Dusche erst mal eine Platzrunde durch die Stadt. Ich muss sagen in Hannover dreht sich der eine oder andere schon mal nach dem Impala um, aber hier kommst du dir fast vor wie im ZOO, von den dummen Kommentaren mal abgesehen, gab es durchweg nur positive Äußerungen. Aber nun zu den Strassen in Spanien. Die Autobahnen und Bundesstrassen sind ja OK aber was die Landstrassen und Ortschaften an der Costa Brava angeht, muss ich sagen sind die Straßen und Kurven für ein Auto mit 5,5 m Länge und 2,02 m Breite nicht gerade geschaffen. Von dem Fahrbahnbelag will ich gar nicht erst anfangen. Jeder der schon mal einen zwei-Tonnen-Ami über schlechte Straßen bewegt hat, weiß was ich meine. Das tat meiner Freude aber keinen Abbruch, die Landschaft die sich einem darbietet, vor allem die weibliche, ist nicht von schlechten Eltern. Über das Nachtleben brauche ich wohl nicht viel zu sagen, ist ja hinreichend bekannt denke ich. Party ohne Ende.
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Leider war die Woche schnell vorbei und ich wollte mich nun auf den Rückweg begeben. Am Vortag der Abreise schnell noch mal Auto waschen, tanken usw.! Als ich wieder auf dem Parkplatz am Hotel stand, bin ich noch mal ums Auto, um zu sehen ob alles sauber geworden ist. Da fiel mir auf, das Wasser aus meinem Auto kam. Ich hatte den Wagen zwar gerade gewaschen, aber das war etwas zu viel Wasser. Es war grünes Wasser, scheiße Kühlwasser. Ich also die Haube auf, in der Hoffnung es ist nur ein Kühlerschlauch, denn so etwas hat man ja dabei. Aber nö, wie soll auch anders sein, es ist natürlich etwas, was man nicht im Handgepäck hat. Also, erst mal ADAC anrufen, die haben dann den Versand der Pumpe organisiert (kostenlos), man hat ja Euro Schutzbrief. Die Pumpe haben die vom ADAC bei meinem Haus und Hof Schrauber abgeholt und auf die Reise geschickt. Ich musst natürlich noch meinen Chef anrufen und den Urlaub verlängern, was zu Glück kein Problem war. Nach 4 Tagen war das Teil endlich da. Na dann ran an das Werk dachte ich mir. Vor lauter Freude merkte ich leider nicht, das die Pumpe nicht die richtige war. Die Pumpe passte zwar an den Motor, nur leider war Hals der Pumpe zu lang. Fein dachte ich. Warum sollte es auch so einfach sein. Aber alles improvisieren half nichts, es fehlte einfach ein Schweißgerät, mit dem hätte ich dann eine andere Lichtmaschinenhalterung basteln können. Dann hätte ich wieder mit dem Wagen nach Hause fahren können. Aber sollte halt nicht sein. Also, wieder ADAC anrufen und den Rücktransport für mein Baby und mich klar machen. Zu meiner großen Überraschung ging die Sache schnell über die Bühne. Impala auf Abschlepper und für mich gab es ein Rückflugticket nach Hause. Auch umsonst.
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Daraus
lernen wir? Fahr nie ohne ADAC Euroschutzbrief eine so lange Strecke.
Ach ja der Impala war ca. 1 Woche nach mir wieder in Zuhause.
Und noch was: alle guten dinge sind 3, werde dieses oder spätestens nächstes
Jahr noch einen Anlauf starten. Diesmal hin und zurück. Falls jemand Lust
und Zeit hat mitzukommen; kann sich gerne bei mir melden.