Bericht von Merten

Techno Classica Essen 2009

(Techno Classica am: 2.04.09 - 05.04.09)

TEIL 1

 

Enzo Ferrari in gelb - war schon öfter da

Hier mal wieder ein Bericht von der Techno Classica. Da ich mich ja schon letztes Jahr vor einem Bericht gedrückt hab´, muss ich wohl dieses Jahr wieder ein wenig in die Tastatur hauen.
Die Vorfreude war mal wieder riesig. Ich hatte auch extra Urlaub genommen und somit konnten wir (Daniel und ich) unserer Tradition nachgehen und mal wieder zur Techno Classica nach Essen fahren. Dieses Jahr bereits das 14te Jahr in Folge.
Los ging es diesmal am Freitag 03.04.09 da wir noch das ganze Wochenende im Ruhrpott verbringen wollten. Und auch unsere Freundin Laura bei der Gelegenheit besuchen wollten.
Wir sind sogar mal pünktlich losgekommen. Und auch die Baustellen auf der Autobahn hielten sich dieses Mal in Grenzen. So sind wir dann um ca. 9 Uhr 30 schon am Messegelände in Essen angekommen. Hier die erste Überraschung unser Stammparkplatz am Eingang Ost war für Besucher gesperrt. Schade für uns, denn wir hatten es die letzten Jahre immer geschafft, den Schotterparkplatz an dem Eingang Ost zu verlassen ohne die Parkgebühr zu entrichten. So aber mussten wir der Verkehrsführung folgen zum Eingang West. Der Anreisestau und die Umleitung aller Besucher in diese Richtung war chaotisch. Wir standen ca. 45 min. im Stop and Go und mussten dann in ein Parkhaus fahren. Somit war die letzte Hoffnung, auch dieses Jahr wieder ohne Parkgebühren parken zu können, dann auch zerstört. Schade eigentlich. Aber wenn man bedenkt dass, das die ersten Parkgebühren in den letzten 10 Jahren waren, sind auch die 8 Euro Gebühr OK. Ich hoffe allerdings trotzdem, dass die Sperrung des Parkplatzes vorm Eingang Ost nur Baustellen bedingt war und kein Dauerzustand wird.
Das erfreuliche war, dass die Eintrittspreise jetzt schon 4 Jahre lang gleich geblieben sind. Pro Person 20 Euro. So konnten wir dann nach Entrichtung des Eintrittpreises los starten in die erste Halle.
Hier lag der Schwerpunkt eher auf Sportwagen und Supersportwagen der Neuzeit. Immer eine Erwähnung wert der Stand von der Firma Saturski. Ein Händler der auch schon die letzten Jahre mit seltenen und besonders teuren Sportwagen aufgefallen ist. Den gelben Ferrari Enzo den der Händler dieses Jahr schon das dritte mal dabei hatte, erwähne ich dieses mal nicht. Eher zu erwähnen ist da wohl der Mercedes SLR in schwarz matt. Zwar nur mit Folie beklebt dennoch sehr gut gemacht und wirklich mal eine andere Optik. Für den Klassiker Fan hatte Saturski dann auch noch das ein oder andere dabei z.B. einen Mercedes 300SL umgebaut zur Sportversion und einen Ferrari Daytona Coupe.


Mercedes SLR in Matt schwarz

 

300SL Umbau Sportversion

 

Ferrari Daytona

 

Der Händler am Stand nebenan hatte erstmal 2 Bugattis EB 110 stehen. Davon einen als Supersportversion in gelb. Für die Leute die sich jetzt nicht so auskennen stand auch noch mal an dem Wagen, dass es sich um ein Fahrzeug aus Michael Schumachers Vorbesitz handelt. Eigentlich allen bekannt, denn es gibt weltweit nur einen Bugatti Supersport in gelb und das ist halt der von Schumacher.
Verwunderlich in dieser Halle war das gleich 3 Ferrari 328 in schwarz mit heller Innenausstattung zum Kauf angeboten wurden. Alle im gehobenen Preisniveau, da es sich bei allen um fast Neuwagen handelte mit sehr wenig Kilometern auf der Uhr. Schon irgendwie was besonderes da die meisten 328 dann doch rot als Außenfarbe haben und meist auch schon einiges gelaufen sind. Für einen Sammler bestimmt eine nette Chance sich noch mal schnell ein „328 Neuwagen“ zu sichern. Für Leute die mit einem solchen Fahrzeug auch des öfteren mal fahren wollen, wohl eher nicht interessant, da es diese Modelle heutzutage ja wirklich schon zu Schnäppchenpreisen gibt. Dann zwar mit einigen Kilometern auf der Uhr, dafür dann aber auch ohne Wertverlust.

 

2x Bugatti EB110

 

Ex Schumacher Bugatti

 

Wo wir schon bei doppelt und dreifach vertretenen Modellen sind: Dieses Jahr 4x vor Ort Lamborghini Countach. Obwohl es alles Modelle nach dem Ur-Countach waren (also keine LP 400er) hatte nur einer einen Spoiler. Und es war auch nur einer rot. Perfekt war wohl der goldene. Top restauriert erstrahlte er nun (nach der Resto) wieder in seiner originalen Farbe (gold). Bestimmt ganz schön selten diese Farbe. Und auch der Zustand war echt super. Erschreckend fand ich trotzdem wo diese Modelle heutzutage gehandelt werden. Preise von 150.000- 180.000 Euro sind keine Seltenheit mehr. Und liegen somit also schon über den Countach 25er Jubi Modellen und auch über den Serie 1 Diablos. Somit war der weiße Countach mit der roten Innenausstattung für 118.000 Euro schon fast ein Schnapper.
Aber wie so oft verliert man den Bezug zum Geld auf der Techno Classica sehr schnell. Und wenn man erstmal ein Paar Preisschilder mit Beträgen jenseits der Million gesehen hat kommt einem auch 180.000 wieder super günstig vor.

 

Einer von 4 Countach gold

 

Countach weiß/rot

 

Bei solchen Preisen kommt einem das nächste Auto bestimmt wieder günstig vor…

 

Dieses Jahr auch viel vertreten: Ferrari 512BB. Den ersten haben wir uns noch angesehen; die darauf folgenden dann nicht mehr so richtig. Kann jetzt auch gar nicht mehr sagen ob es 4 oder 5 waren oder evt. doch sogar noch mehr. Im Gedächtnis ist mir aber vor allem der schwarze 512BB Königversion geblieben. Heutzutage von der Optik her schon wieder etwas out. Sehen diese Königversionen mit ihren Verbreiterungen doch sehr nach 80iger Jahre aus. Trotzdem mal schön so was Live gesehen zu haben.

 

Einer von mehren Ferrari 512BB hier die Königversion

 

Was auch erwähnt werden muss: Bizzarrinis !!! Es sind ja auf der Techno Classica immer welche da. Aber in diesem Jahr kam es mir doch schon sehr extrem vor. Typisch Techno Classica halt, absolute Raritäten und stehen trotzdem an jeder Ecke. Genauso wie die Iso (und das nicht nur als Grifo). Einfach unglaublich. Sonst sieht man solche Autos ja nirgends.

 

Bizzarrini

 

 

viele Iso

 

Borgwards waren dieses Jahr auch so viele, wie nie zuvor da. Ich habe versucht alle zu fotografieren. (siehe Bilder)
Eigentlich müsste ich jetzt auch wieder von der Vielzahl von Mercedes 300SL und insbesondere dem 300 Gullwings berichten. Aber ich glaube, dass ich das jetzt wirklich in jedem Techno Classica Bericht getan habe; und ich habe mich an diesen Autos wirklich mehr als satt gesehen. Ich glaube niemanden mehr das diese Modelle selten sind. Und ich persönlich kann absolut nicht verstehen wie man für ein Auto was auf einer Messe mindestens 30 mal vertreten ist so viel Geld ausgeben kann. Wenn ich soviel Geld für ein Auto ausgeben würde, würde ich doch auch etwas Exclusivität erwarten. Aber scheinbar gibt es da so viele Fans von…Naja jedem das seine.

 

Borgward

 

Ich persönlich habe mich mehr darüber gefreut, dass dieses Jahr gleich 3 verschiedene Cadillac V16 da waren. Besonders auffällig natürlich das rot/silberne Cabrio. Absoluter Traumzustand und wohl eher zum hinstellen und ansehen geeignet als für regelmäßige Ausfahrten. Für mich trotzdem eins der High Lights dieses Jahr, auch wenn der original Fan natürlich nichts mit dem rotem metallic Lack anfangen kann.

 

Cadillac V16 Convertible

 

Daniel war wieder Feuer und Flamme bei den klassischen Ferraris. Ich hatte ihn ja schon vor der Messe gebeten mal zu versuchen dieses Jahr keinen Ferrari zu fotografieren aber darauf ließ er sich nicht ansatzweise ein. Wobei ich ja auch zugeben muss einiges in diesem Bereich war absolut ein Foto wert. Oder wer hat schon mal 3 Ferrari 250SWB nebeneinander gesehen? Oder einen Tour de France in weiß? Der Oberhammer war allerdings der 365GTS: einer von nur 20 gebauten. Da keine vordere Lüftung im Kotflügel. (Siehe Bild.)

Ferrari 250SWB

 

Ferrari Tour de France in weiß

 

Ferrari 365GTS (einer von 20)

 

Massenhaft Raritäten natürlich auch wieder beim Thema Klassische Bugattis. Wie jedes Jahr eine Flut an tollen Modellen. 4 türige Cabrios und Typ 57 natürlich mehrfach vertreten. High Light hier natürlich der Atalante. Da haben wir auch ordentlich die Kamera qualmen lassen.
Bei so vielen schönen Motiven.

 

Buggatis 4 türige Cabrios

 

Bugatti Typ57

 

Bugatti Atalante

 

Wie jedes Jahr müssen auch die Hallen in denen sich die Hersteller selbst präsentieren erwähnt werden:
Als erstes mal die Mercedes Halle: Wie gewohnt sehr viele alte Rennwagen. Dieses mal eine wirklich schöne Ausstellung der verschieden Silberpfeile. Absolut sehenswert !! Für Fans von historischen Rennfahrzeugen wäre der Weg zur Techno Classica allein wegen der Modelle schon den Weg wert gewesen.

 

Mercedes Ausstellung vom Werksmuseum

 

 

Porsche Halle: Wahnsinn wieder vor Ort die besten, schönsten, seltensten und teuersten Rennporsche der Welt. Alleine hier hätte man wohl schon 100 Bilder schießen können.
VW Halle: Sonst hatte VW ja immer viel Aufsehen gemacht mit Markenfremden Fahrzeugen aus dem VW Museum. Das war auch dieses Jahr auf der Hauptfläche so. Allerdings sind uns etwas abseits gleich 2 super Raritäten vor die Linse gesprungen. Erstmal ein Porsche 356 richtig altes Modell. Ich weiß jetzt gar nicht ob der überhaupt schon 356 offiziell hieß. Vielleicht ist es offiziell sogar noch ein Käfer??? Da müsst ihr euch mal die Bilder ansehen. Besonders mal auf die hinteren Kotflügel achten. Das sieht doch noch richtig nach Käfer aus.
Und daneben stand ein VW mit Ghia Karosserie. Hier sah wirklich nichts nach VW aus, abgesehen vom Käfer Lenkrad. Eine Megararität bei der ich lieber nicht wissen möchte wo da der Marktwert liegt. Wirklich schönes Teil auch wenn mir der metallic Lack und dieser Absolut super perfekte Restaurationszustand etwas zu viel des guten war. Ein normaler Lack und auch mal ein Kratzer oder kleines Gebrauchtspürchen hätte dem Wagen auch sehr gut gestanden.

 

Porsche Ausstellung klassische Rennwagen

 

Einer der ersten Porsche 356? Oder doch nur ein Käfer Cabrio?

 

VW mit Ghia Karosserie sah nicht wirklich wie ein VW aus. Mal abgesehen vom Lenkrad (Käfer)

 

Vor ein paar Jahren hatte VW uns ja mit einem Bugatti Royal überrascht. Dieses Jahr passend dazu der erste Bugatti Personenfahrzeug. Sehr witziges Design: mit den ungewöhnlichen Proportionen sah er schon fast wie ein Comic-Auto aus. Hätte ich das Fahrzeug auf einem normalen Oldtimertreffen gesehen, hätte ich wohl eher an einen schlecht gelungenen Nachbau geglaubt.

 

erster Bugatti

 

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