Bericht von Jerry

3rd Bedrock Oldstyle Weekender
in Kolding, Dänemark

 

Harald und ich wollten ja eigentlich schon letztes Jahr da hin, aber es klappte halt nicht. So wurde das Treffen für dieses Jahr fest anvisiert. Kurzfristig konnten wir Fred noch überreden, mitzukommen. Bei diesem Oldstyle Weekender, der in einer Sandgrube stattfindet sind folgende Regeln einzuhalten. Die amerikanischen Autos müssen original, oder gecustomized, und vor 1955 gebaut worden sein. Bei Hot Rods ist es ähnlich, aber da zählt wohl eher das Modelljahr… Natürlich sind Motorcycles erwünscht, aber Moppeds dieser Jahre waren nicht so reichlich vertreten, das Wetter verhinderte dieses recht erfolgreich.
Da weder Harald, Fred noch ich ein Fahrzeug der erwünschten Kategorie unser eigen nennen können, fuhren wir mit Haralds Blazer inkl. Wohnwagen nach Dänemark. Dort angekommen suchten wir erstmal unseren Campingplatz. Wohnwagen und Zelt wurde rasch aufgebaut.


Danach ging’s erstmal zum „Devils Hole“. Es gab hier eine Campingarea, wo bereits einige coole Kisten rumstanden. Von der Campingarea hatte man einen guten Ausblick in das Devils Hole. Dort waren auch schon einige Wagen versammelt. Dazu noch ein paar Dealer, die hier ihre Ware feilboten. Außerdem war eine recht abenteuerlich anmutende Bretterbudenkonstruktion aufgebaut, die eine Bühne für die Bands, einen halbwegs überdachten Zuschauerraum, ein DJ-Pult und eine Imbissbude (Grandma’es Diner) beinhaltete.


Wir schlenderten also ständig zwischen Campingbereich, Devils Hole und Parkplatz hin und her und schossen vereinzelte Fotos. Während zu unserem Eintreffen am Nachmittag noch recht wenig Besucher den Weg zum Devils hole gefunden hatten, füllte es sich doch nun stetig.
Gegen 21:00h spielte dann „Kick’em Jenny Freak Show“, eine Band die aus den Niederlanden und Italien kommt. Zum dringend benötigen Einheizen schon mal ganz gut, das Wetter lies irgendwie den Sommer vermissen. Kalt und nass war’s.
Eine Pause, überbrückt durch einen DJ, ließ Zeit, sich die Karren anzuschauen, die nun um die Bude geparkt waren. Aber man musste vorsichtig sein, denn ständig schossen irgendwelche Rods an einem vorbei, bei denen die Lenker eine Jagd durch die Pfützen und Sandhaufen veranstalteten. Einige „mutige“ Fahrer versuchten sich am „Baby Devils Peak“. Es handelt sich hierbei um eine Anlehnung an das schwedische Pendant zu diesem Treffen, das ja eigentlich auch eher das Vorbild ist. Bei dieser Veranstaltung geht es eben darum einen Hügel, den Devils Peak, zweimal mit annähernd der selben Zeit zu erklimmen. Der Koldinger Devils Peak -eine Sandpiste, die aus der Sandgrube führte- war aber „nur“ zum austoben.
Nun spielten die „Cyclones“ aus Schweden. Die Band war mir schon von einem meiner Besuche bei dem schwedischen A-Bombers bekannt. Die Band reiste (fast) stilgerecht an. Mit einem schlüpfer-rosa farbenden 55er Chevy Nomad, der sich in einem anscheinend unrestaurierten Zustand befindet.

Die Band und die Stimmung im Publikum war Kasse! Nach einer weitern Pause kam dann „Johnny Bach & The Moonshine Boozers“ aus Großbritannien auf die Bühne. Irgendwann gegen zwei verließen Fred, Harald und ich das Veranstaltungsgelände.
Der Samstag empfing uns mit warmen Sonnenstrahlen. Gott sei Dank, endlich wird’s Sommer! Als wir dann am Vormittag am Devils Hole ankamen war schon reges treiben. Es waren weitere Autos und Zuschauer angereist. Da das Wetter so gut wurde, haben wir die Zeit genutzt, endlich mal ein paar Fotos von den Autos zu schießen.


Zwischendurch ging mir mein Film-Material zu Ende und ich musste in die Stadt. Leider wurde grade zu diesem Zeitpunkt aufgerufen, sich zum Rennen einzufinden. Das erste mal, dass bei diesem OSW auch eine Rennveranstaltung geboten wurde. Schade, wir konnten nicht dabei sein. Als wir aus der Stadt zurück waren, war auch das Rennen schon vorbei.


Den Nachmittag verbrachten wir wieder damit, uns Autos anzuschauen und mit anderen Besuchern zu klönen.
Auch an diesem Abend waren wieder drei Bands angekündigt. Die Eröffnung machten die Wild Wax Combo, die auf dem Flyer als „Houseband“ angekündigt wurde. Schöner schneller Rockabilly ließ die Tanzmuskeln zucken. Anschließend spielte Darrel Higham & The Enforcers aus GB auf. Allerdings waren wir drei der Meinung, man müsse sich das Konzert nicht bis zum Ende geben, wir waren müde und zogen uns in Richtung Campingplatz zurück. Die dritte Band des Abends ließen wir also aus.
Am Sonntag stand nur Abbau und Abreise auf dem Programm. Grade als wir eingepackt hatten begann der erste Regenschauer… Als wir noch mal kurz am Devils Hole vorbei fuhren konnten wir sehen, dass dort auch schon nicht mehr so sehr viel los war. Die meisten waren schon auf dem Heimweg.

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