Bericht von Jerry

A-Bombers Old Style Weekend 2002

Es fing alles letztes Jahr an. Ein Kumpel von mir meinte, ich solle doch mal zu den „A-Bombers“ fahren. Ich bin doch so schwedenbegeistert. Hm, „A-Bombers“? Nie gehört und mit Militaria (Bombers) habe ich es eh nicht so, egal ob R’n’R da mit im Spiel ist. Erledigt der Fall...
Dachte ich zumindest. Bis ein anderer Kumpel mal ein paar Bilder von einem Hot-Rod/Rockabilly-Treffen (eben nun dieses A-Bombers Treffen) in Schweden anschleppte.
Was ich da sah, war ja so dermaßen hammerhart, dass ich dachte, da muß ich mal hin!
Also mal bei einigen Leuten schlau gemacht, die schon mal da waren, was da geht und wie und wo...
So quasi als Bestätigung, die Fahrt zu machen erschien in einem namhaften US-Car Magazin auch noch ein Bericht zu dieser Veranstaltung. Das reicht! Jetzt hin da...
Nachdem ich nun lange genug einen Beifahrer gesucht habe, fand sich dann Harald doch noch am Montag vorher! Und am Donnerstag sollte es schon los gehen.

Wir waren ja quasi gerade ein paar Tage vorher vom „Power Big Meet“ aus Västerås wieder gekommen.
Am Donnerstag den 25.07.02 um acht Uhr sind wir dann in Hannover losgefahren. Wir haben meinen OPEL 1200 / P1 vollgestopft bis unters Dach.
Nach rund 850km Fahrt und ca. 13h sind wir dann in Udevalla angekommen. Da wir aber keine Schilder gefunden haben, wo das Treffen ist, dachten wir, erst mal die Touristinfo abchecken und dann mal weiter sehen!
Die Touri-Info liegt gleich neben dem Marktplatz in Udevalla und was wir dort gesehen haben, hat uns für die anstrengende Fahrt entschädigt!

Der Platz war voll mit Menschen die (mitten in der Woche) dort ne Party gefeiert haben. Und als Randarrangement gab’s gleich erstmal ein paar lecker US-Klassiker aus den 1950er und 60er Jahren zu bestaunen.
Dort haben wir uns dann schlau gefragt, wo wir denn hin müssen und nach einer kleineren Fahrt in die Feldmark haben wir dann das Campinggelände gefunden, auf dem schon einiges los war! Die ersten Kustoms und Hot Rods wurden erst mal bestaunt und dann das Zelt und der Pavillon aufgebaut.
Als nächstes wurde erst mal die Gegend erkundet. Ein Stück über dem Zeltplatz war noch der Abstellplatz für Wohnwagen und noch etwas den Berg hoch dann das „Treffengelände“ mit Parkplatz für US-Cars bis einschl. Bj. 1956 und Hot Rods und Kustoms und classic bikes!


Achs so! Ein paar freundliche Jungs vom Club, die den Abend dort die Schilder aufstellten, die wir vergebens gesucht hatten, erklärten uns, wir sollten doch auf neuere Musik wie Britney Spears ( wer issn das???) verzichten, es könnte sonst sein, dass die anderen Jungs hier mir die Türen am Auto eintreten! Klare Worte, weiß zwar nicht, wie die beiden drauf kommen, dass wir solche Musik hören könnten, aber nun gut...
Freitagmittag sind wir dann mal mit meinem Auto hoch zum Parkplatz gefahren um zu gucken, was da los ist. Ich wurde gleich gebeten mein Auto vom Gelände zu entfernen, da dieser nicht in die genanten Kategorien passt. Uhi, harte Regeln hier. Also schnell ein paar Bilder geschossen und wieder weg hier, bevor die Jungs mit den harten Schuhen anne Füße kommen! Aber Eintritt haben wir schon zahlen dürfen! Immerhin 250 schwedische Kronen, was je nach Umrechnungskurs immer noch 25 - 32 Euro sind. Gut für zweieinhalb Tage Party mit Camping und duschen für umsonst schon ein fairer Kurs.

Nach der ganzen Rennerei auf der Zeltwiese und „Partysite“ (also immerschön Bergauf, Bergab) waren wir dann schon ausgesprochen früh inne Betten verschwunden und haben von der Livemusik nix mit bekommen.
Der Samstag war dafür um so interessanter! Es sollte dann gegen Mittag dann zum Devils Peak gehen. An dieser Stelle möchte ich Toni noch danken, dass er so freundlich war uns zum Hillclimb Race und zurück zu chauffieren! Danke!
Das Rennen selber ist schon interssant aufgezogen! Es gibt halt 4 Klassen in den gestartet wird! Halt die Rods, die Kustoms, die „Stock“ pre 57 cars und noch classic bikes! Aber jede Klasse ist begrenzt auf maximale ACHT Teilnehmer! Das eigentliche Rennen findet also schon vorher statt, nämlich bei der Nennung zum Rennen.
Am Devils Peak fanden sich dann etliche Leute ein, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten! Ganze Familien saßen zum Picknick in den Wiesen und Hügeln neben der Rennstrecke.
Auch hier wurde getrennt. Die Autos, die im Prinzip auch auf der Partysite parken dürfen, kamen hier auf einen großen Parkplatz. Der Rest darf sich bitte an der Straße einen Stellplatz suchen.
Das Pace-Car kam dann auch irgendwann und das Teilnehmerfeld dahinter zur Einführungsrunde! Das war schon atemberaubend!

Anschließend fuhren die Teilnehmer einmal den Berg rauf und als das ganze Feld durch war gemeinsam wieder hinunter! Nach einer kurzen Pause kam der zweite Durchgang! Dieses mal hatten wir uns einen anderen Standplatz, nahe des Startpunktes gesucht! Hammerhart!!!
Anschließend an das Rennen ging es zurück zum „Berg’s Fest Plats“ zur „Partysite“.
Als wir dort ankamen, war da die Party schon im vollen Gange! Coole Cars, Cats and Kitten and a lot of drinks...
Gegen Abend begann dann ein DJ für das begeisterte Publikum aufzulegen und man sollte nicht glauben, wie die Leute gefeiert haben!
Als erster Liveauftritt war „Green Kryptonite“ angesagt, die schon mit ihrem Tempo eine geile Party gemacht haben! Herausragend fand ich persönlich die beiden Lieder „Girl and a Hot Rod“ und „Bat Man“. Whow! Party bei rund 100°C!!!
Nach einer Einlage des DJ kamen dann noch „Jack Baymoore & the Bandits“ zu denen man ja eigentlich nix mehr sagen muß! Auch die Jungens waren ohne Worte!!!

Nach einer halben Stunde in den vordersten Reihen im Publikum, war meine Puste schnell am Ende und ich zog mich in ruhigere Gefilde der feiernden Masse zurück! Nachdem Harald und ich uns dann noch mal die Cars & Bikes auf der Partysite angeschaut haben sind wir dann runter auf den Campingplatz um unterm Pavillon ein paar Drinks zu geniessen und dann mit einer totalen Reizüberflutung ins Bett zu fallen.

Spannend wurde es noch mal, als drei Zelte weiter lautstark für Rock’n’Roll-Nachwuchs gesorgt wurde...
Am Sonntagmorgen waren wir gerade dabei, unsere Sachen zu packen als Rico von den Hot Heads East mich fragte, ob es mein Wagen sei, der so fürchterlich nach Sprit stinken würde? Ein Blick unter die Motorhaube klärte dann das Drama! Ein Stück Spritschlauch war nach Gott weiß wie viel Jahren porös geworden und konnte nun seiner Aufgabe nicht mehr gerecht werden. Es wurde der schadhafte Schlauch erstmal umwickelt, damit nicht mehr Sprit rausläuft. Anschließend hat Harald das nötige Material zusammen geschnorrt (Schlauch und Schellen) um den Schlauch ganz zu tauschen.
Nachdem diese Aktion erfolgreich beendet wurde packten wir unsere Sachen weiter ein und konnten dann gegen 12.00h wieder frohen Mutes gen Heimat fahren. Schade eigentlich. Diese Party hätte für meinen Geschmack noch länger dauern können.

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